Habt ihr Folienbondage schon ausprobiert?

Dieses Thema im Forum "Bondage" wurde erstellt von bdsmerotikaforum, 15. Februar 2019.

Schlagworte:
  1. bdsmerotikaforum

    bdsmerotikaforum Administrator Mitarbeiter

    Für alle Bondageanfänger, die sich nicht unbedingt mit Knoten undsoweiter auseinander setzen möchten, ist Folienbondage eine günstige und einfache Alternative zum normalen Bondage.

    Der Grund ist einfach: Das Einwickeln mit Folie ist eine leichte Sache und deshalb auch und besonders für Anfänger geeignet, denn es ist nicht nur effizient, sondern macht auch noch eine Menge Spaß. Aber es gibt ein paar Dinge zu beachten.

    Wozu wird Frischhaltefolie normalerweise genutzt?
    [​IMG]

    Wie allgemein bekannt sein sollte, ist Frischhaltefolie eher dazu entwickelt worden, um Lebensmittel vor der Umgebungsluft zu schützen, die Vermehrung von Bakterien zu verhindern oder zumindest zu minimieren und Lebensmittel somit länger haltbar zu machen.

    Frischhaltefolie ist wasserdicht und dennoch lässt sie die Umgebungstemperatur hindurch.

    Ein zusätzlicher Effekt ist, daß die hauchdünnen Bahnen aufeinander kleben.
    Sie halten so gut, daß sie zum Einwickeln von Paletten verwendet werden, damit sie nicht verrutschen. Und genau deshalb sind sie ideal für das Fesseln geeignet.

    Wie wirkt sich die Frischhaltefolie auf die Haut aus?
    Die Haut verfügt über diverse Schutzmaßnahmen, die den Körper im Sommer oder bei Hitze kühlen hilft. Im Winter oder bei Kälte helfen die Schutzmaßnahmen vor Unterkühlung zu schützen und sogar die Wärme zu speichern. Nicht umsonst ist die Haut das flächengrößte Organ.

    Durch das Einwickeln mit der Folie werden aber wichtige Funktionen der Haut unterbunden oder beeinträchtigt.

    Der Körper schwitzt ununterbrochen, doch meist so wenig, daß man es nicht bewusst merkt. Man spürt es hingegen dann, wenn man Kleidung wie Latex trägt, die die Flüssigkeit nicht hindurch lässt und sie so verdunsten lässt.

    Die Folie hat einen ganz ähnlichen Effekt.
    Die Regulierung der Körpertemperatur wird durch die Folie stark eingeschränkt.
    Spielt man eher kurz, sollte eine Einwickelung des ganzen Körpers keine halbe Stunde überschreiten, dann tauchen üblicherweise keine Probleme auf. Bei längeren Spielen hingegen sieht es aber anders aus. Daher ist ein Fieberthermometer eine interessante Alternative, um auf Nummer Sicher zu gehen.

    Es empfiehlt sich nicht die Außentemperatur hoch zu halten, während man fesselt.
    Am Besten probiert man verschiedene Szenarien aus und findet heraus, welche Situation sich für den Sub am besten eignet, so daß sich Nebenwirkungen in Grenzen halten.

    Übrigens ist bei einer Teileinwicklung die Problematik nicht so extrem, da eine Verdunstung des Schweißes möglich ist.

    Welche Materialien kann man bedenkenlos verwenden und was sollte man noch bereit liegen haben?
    Die normale Haushaltsfolie, wie man sie kennt, eignet sich hervorragend für eine Teilwickelung oder die ersten Schritte in diesen Bereich der Fesselung.

    Für eine Ganzkörperaktion ist sie aber ungeeignet. Möchte man also mehr wickeln, sollte man auf die großen Rollen Verpackungsfolie zurück greifen.

    Bei einem Folienbondage wird der ganze Körper des Bottoms, abgesehen vom Hals- und Nackenbereich, in Folie eingewickelt. Es reichen dafür 2-3 Packungen stabile Haushalts-Frischhaltefolie, je nach Übung und Körperumfang. Wer farbige Folien bevorzugt kann auch Stretchfolie aus der Verpackungsmittelindustrie verwenden, denn so eine Mumie ganz in glänzendem schwarz oder pink macht schon was her.

    Wenn du gerne ein richtig enges Folienbondage machen möchtest, beginne mit der Wicklung unter den Armen am Brustkorb und umwickele diesen straff mit der Folie. Anschließend fixierst du die Arme seitlich am Körper mit der Folie und gehst dann kreuzweise über die Schultern und um den Brustkorb (samt Arme) straff herum. Danach wickelst Du von oben nach unten Unterleib und Beine mit ein.

    Sollte das Folienbondage nicht zu straff am Brustkorb anliegen, dann lass einfach die erste Wicklung des Brustkorbes weg und wickel gleich die Arme seitlich am Körper mit ein. Die Füße verschließt du idealerweise liegend mit Folienwicklungen.

    Umwicklungen ab den Knien abwärts bewirken, dass Dein Gegenüber kein gutes Gleichgewichtsgefühl mehr hat. Deshalb bring dein Bottom in eine liegende Position, wenn du mit der Folie die Knie erreicht hast. Dazu bedarf es natürlich deiner Hilfe, denn je nach Fitnesszustand und Beweglichkeit deines Bottoms kann es tatsächlich wie ein gefällter Baum umfallen. Am besten machst du eine Wicklung, während dein Bottom vor einem Bett oder einer Liege steht und stabilisierst den Körper beim Hinlegen zusätzlich. Oder du legst dein Bottom gleich von Anfang an auf eine Liege und fixierst diese gleich mit, d.h. du wickelst die Folie um dein Bottom und die Liege herum, was übrigens eine sehr effiziente Fixierung ist.


    Möchtest du diese Wicklung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten, ist es eventuell sinnvoll, ein kleines Kissen oder Baumwolltuch zwischen die Knöchel und Knie zu legen, um wunde Hautstellen durch Reibung zu vermeiden. Folie schließt die Haut luftdicht ab und das bedeutet, dass dein Bottom bereits nach wenigen Minuten beginnt, zu schwitzen. In der Folie fühlt sich das nicht unangenehm oder heiß, sondern eher wohlig warm an, aber eben auch feucht. Ähnlich wie ein Braten in einem Bratschlauch schmort dein Bottom in seinem eigenen Saft, was dein Bottom häufig aber erst dann richtig spürt, wenn du die Folie wieder entfernst.

    Natürlich ist es auch möglich, die Extremitäten – also Arme und Beine – einzeln mit Folie zu umwickeln. In diesem Fall ist es jedoch wichtig, immer zum Herz hin zu arbeiten, damit das Blut nicht in Händen oder Füßen gestaut wird. Das heißt: du beginnst an den Händen und gehst dann Lage für Lage in Richtung Oberarm und Schulter und umwickelst dann den Brustkorb bis unter den Po. Dann beginnst Du neu an den Füßen und gehst dann Lage für Lage in Richtung Oberschenkel.

    Profitipp: Wickle beide Beine direkt zusammen. Du kannst natürlich auch jedes Bein einzeln umwickeln, aber die Erfahrungen haben gezeigt, daß die Schenkel zu sehr aneinander kleben und man sich beim weiterarbeiten selbst sehr stark behindert.
    Bei den Armen hingegen ist es sinnvoller, einzeln zu wickeln, sie dann zurück zu nehmen. Aber die Schultern mit einbeziehen und leicht nach hinten fixieren, sonst kann die Position auf Dauer sehr anstrengend sein.

    Den Kopf des Bottom wickelst du erst ganz zum Schluss ein, denn spätestens dann ist es mit Orientierung und Gleichgewichtsgefühl gänzlich vorbei. Achte bitte darauf, dass du im Bereich der Nase und/oder des Mundes ein kleines Loch in die Folie machst, denn andernfalls wäre es mit dem Atmen auch vorbei – und das bitte bereits w ä h r e n d des Einwickelns.

    Dein Bottom kannst Du bei allen Arten von Folienbondage frei stehend, an einem Balken, an einem Brett, am Küchentisch, dem Balkongeländer, an einem Baum oder was auch immer fixieren. Folie ist ein wunderbares Material für sehr rigide aber gleichzeitig bequeme Ganzkörperfixierungen und lässt viel Freiraum für deine Kreativität und Fantasie.

    Nach erfolgreicher Wicklung kannst du mit einer kleinen Schere, den Fingernägeln oder einem Messer vorsichtig die Brustwarzen, den Intimbereich oder andere Körperstellen „herausarbeiten“ und dich daran hemmungslos vergnügen.

    Noch ein paar kleine Warnhinweise:
    1. Den Brustbereich solltest du einwickeln, wenn dein Bottom eingeatmet hat, damit es beim Atmen nachher nicht zu eng wird. Die Folie dehnt sich zwar minimal aber nach ein paar Schichten nicht mehr wirklich viel.
    2. Umwickle nicht zu fest, da sonst kleine Folienwürste entstehen, die Blutgefäße oder auch Nerven einschnüren können.
    3. Umwickle niemals den Hals- und Nackenbereich. Umwicklungen können sich hier zusammen-ziehen, verdrehen oder verkleben und dann auf sehr empfindliche Halsstrukturen drücken oder diese regelrecht abbinden.
    4. Leg immer eine Schere griffbereit, damit du im Notfall die Folie schnell durchschneiden kannst. Am besten ist hierfür eine Verbandschere mit abgerundeter Seite. Absoluter Profitipp: Ein sogenannter Gurtschneider.
      Es kann auch schon mal zu Kreislaufschwierigkeiten kommen, da man unter Folie stark schwitzt, ohne es selbst zu merken. Lass deshalb auch einen mumifizierten Menschen nie ohne Aufsicht.
    5. Achte auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr deines Bottoms und trockne nach dem Auspacken den nassen und erhitzen Körper ab.
    Es ist besonders schön, wenn man dem Partner ein wenig Zeit gibt sich in die Situation hinein zu fühlen und ihn dann überall am Körper zu berühren, auch einmal zart und hart. Vibratoren sind dann auch ein ideales Spielzeug, welches auch durch die Folie hindurch spürbar ist.

    Du möchtest mehr erfahren? Dann klicke hier:

    Wie ist Deine Erfahrung mit Folienbondange? Was hat Dir besonders gefallen oder hast Du Fragen? Hinterlasse einen Kommentar!
     

Diese Seite empfehlen